Neu bietet Instagram seinen Nutzern die Möglichkeit für In-App Shopping. Konsumenten können Produkte kaufen, ohne die App verlassen zu müssen. Das bedeutet, dass sich Shoppingerlebnis auf Instagram massgeblich verändert hat.

Bis anhin konnten Benutzer ein Produkt ergattern, indem sie ein Bild oder eine Instagram Story in der App nach oben zogen. Dann wurden sie auf die Website einer Marke weitergeleitet, um den Kauf abzuschliessen.

Am 19. März gab Instagram in einem Blog-Post bekannt, dass sie ein Beta-Shopping-Programm mit über 20 Marken der Schönheits- und Modebranche ins Leben rufen, indem die User die Möglichkeit bekommen, Einkäufe, Chekout und Bestellungen innerhalb der App zu verwalten.

Wenn ein Benutzer während des Tests auf die Schaltfläche «view the product» (Produkt anzeigen) tippt, wird die Option «Checkout on Instagram» (In Instagram auschecken) angezeigt.

In-App Shopping: so geht’s

Sobald ein Käufer alle Informationen eingegeben hat (Daten werden für die Zukunft gespeichert), kann er das Produkt direkt bestellen.

Das Feature wird brandaktuell in den nächsten Wochen für mobile User in den USA eingeführt. Sie können Produkte von Marken wie Adidas, Anastasia Beverly Hills, ColourPop, Huda Beauty, KKW Beauty, Kylie Cosmetics und Nike kaufen.

Interessant ist, dass all diese Marken zu den beliebtesten auf Instagram gehören: Nike hat über 85 Millionen Follower, Huda Beauty 34 Millionen und Kylie Cosmetics knapp 20 Millionen Fans.

Laut Instagram achtete man bei den Testmarken darauf, dass sie eine grosse Anzahl Produkte in verschiedenen Preisebenen anbieten.

Die Kosten für In-App Shopping tragen Unternehmen

Für die neue Verkaufsfunktion stellt Instagram den Test-Unternehmen eine geringe Gebühr in Rechnung. Kreditkartenabwicklungsgebühren und Transaktionskosten bezahlen die Programme und Produkte, die das In-App Checkout ermöglichen . Details zu den Kosten sind nicht bekannt.

Diese Beta-Testversion ist eine bedeutende Weiterentwicklung für Instagram. Im September 2018 fügte das Unternehmen die Optionen «Explore Produkttags» (Entdecker-Tags) und die „Shopping Collection“ hinzu, in der Shopper Produktgruppen markieren können, um sie später leichter wiederzufinden. Im November wurden Produkt-Tags zu Videos hinzugefügt.

Die Idee von Instagram ist, dass Unternehmer und User leichter verkaufen, bzw. einkaufen können. Das Einkaufserlebnis soll für den Kunden reibungslos ausfallen und der direkte Verkauf soll generell den Weg zur Kunden-Konvertierung erleichtern.

Kasse soll klingeln

Die Funktion ist für Unternehmen durchaus spannend, denn täglich zeigt Instagram viele Entdeckungen. Durch Stories und Produktbilder finden Kunden zu den Markenprofilen. Wenn ein Unternehmen es richtig anstellt, findet der interessiert Kunde dort die richtigen Informationen zum Produkt. Wenn eine Firma den Instagrammer in solch inspirierten Momenten «packen» kann, sind das ideale Verkaufsvoraussetzungen.

Mit dem Shopping-Feature können auch kleinere Marken, die ohne Social Media bedeutend weniger entdeckt würden, ihre Produkte verkaufen. Mit dem neuen In-App Checkout geht das sogar noch unkomplizierter. Gerade beim Online Shopping mag es der Nutzer unkompliziert. Bis anhin fällt das Feedback zum In-App Checkout positiv aus.

Was plant Instagram für die Zukunft?

In-App Shopping wird nicht das einzige Feature sein, das Instagram 2019 vorstellen wird. Ob das Unternehmen eine eigene Verkaufsapp aufbaut, ist bis anhin nicht geklärt.

Fazit
Das Modell des In-App Checkout ist ein Win-Win: es sorgt für mehr Komfort für die Shopper auf Instagram, aber auch für höhere Conversion Rates und Umsätze bei den Werbetreibenden.