Facebook Stories: Warum sich Unternehmen jetzt auf den Newsfeed 2.0 vorbereiten müssen

Der Facebook Newsfeed war eine der Markeninnovationen des Unternehmens. Der eigentliche Zweck der Plattform war es ursprünglich, Menschen und Freunde miteinander zu vernetzen. Da haben User die Rechnung aber ohne Marketingmanager gemacht: Facebook hat erkannt, dass sich mit Werbung ordentlich Geld machen lässt. Das hatte zur Folge, dass Nutzern weniger Posts von Freunden, sondern mehr Werbung und gesponserter Content angezeigt wurden.

Facebook-Usern gefiel das weniger. Als die Community sich beschwerte, gab Gründer Zuckerberg zu, dass Posts von Unternehmen, Marken und Medien die von den Usern gewünschten Posts verdrängten. Dazu kamen Datenschutzprobleme und Gerüchte, dass der Newsfeed schlecht für die Psyche sei.

Unbeliebter Newsfeed

Vor allem stellte sich jedoch heraus, dass sich die meisten Menschen daran störten, dass ihr Newsfeed von kurierten Inhalten überschwemmt wurde.

Eine Studie der ETH untersuchte, welche Faktoren ein soziales Netzwerk negativ beeinflussen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass soziale Netzwerke gefährdet sind, wenn sie nicht „sozial“ agieren: also wenig Interaktionen zwischen Usern geschehen, und Nutzer sich dem Netzwerk „nicht richtig zugehörig“ fühlen.

Die Studie fand allerdings auch heraus, dass soziale Netzwerke umso unübersichtlicher werden, je mehr und schneller sie wachsen. Damit ist gemeint, dass wir Inhalte angezeigt bekommen, die wir eigentlich nicht sehen wollen, während diejenigen Inhalte, die uns interessieren, untergehen.

Social World out of control

Das ist Facebook passiert – und führte zur einschneidenden Entscheidung, den Algorithmus für den Newsfeed so zu verändern, dass wir wieder mehr persönliche Updates zu Gesicht bekommen.

Ein Haken hat die Sache allerdings: die Beliebtheit des Newsfeeds litt gewaltig. Und das ist mit ein Grund, weshalb ein neues Format entstanden ist: Facebook Stories.

Was bedeuten diese Änderungen für Unternehmen?

Möglicherweise begrüssen nicht alle Schweizer Unternehmen diese Entwicklung. Sie bedeutet mehr Aufwand, mehr Kreativität, womöglich neue Ausgaben für Werbung.

2013 debütierte das Stories-Format dank Snapchat. Seit damals ist es rasant gewachsen und gilt heute gar als Standardformat für Posts.

47 % aller Instagrammer finden, dass Instagram Stories zu authentischerer Kommunikation mit Familie und Freunden führte.

Das Beratungsunternehmen BlockParty schätzt, dass fast eine Milliarde Menschen täglich das Story-Format verwenden. Das bedeutet, dass die Menschheit heute eine Milliarde Stories veröffentlicht. Täglich.

Eins ist sicher: die Zahl wird steigen, und diese Entwicklung wird auch vor Facebook nicht haltmachen.

Aus diesem Grund möchten wir Marketiers einen Rat geben: wenn Sie auf Facebook erfolgreich sein wollen, müssen Sie Stories– und entsprechende Werbung – einplanen.

Mit welchen Inhalten können wir Punkten?

Hier sind drei Möglichkeiten, wie Sie Stories für Ihr Unternehmen nutzen können.

1. Werden Sie authentischer

Stories sind sogar für kleinere Unternehmen die perfekte Möglichkeit, authentische, No-Filter-Inhalte mit den Fans zu teilen. Auch für grosse Brands ist das einfach umzusetzen:

Zeigen Sie, wie Sie Ihren Messestand aufbauen, oder begleiten Sie Ihr Team auf dem Weg ins Meeting.

2. Crossposting zwischen Instagram und Facebook

Wenn Sie Ihr Instagram-Konto mit Ihrer Facebook-Seite verknüpft haben, können Sie Ihren Stories-Inhalt per Tastendruck cross-posten. Sie können Ihr Konto auch so einrichten, dass alle Ihre Instagram-Stories automatisch auf Facebook veröffentlicht werden.

Tippen Sie dazu in der oberen rechten Ecke von Instagram auf Ihr Profilsymbol, öffnen Sie Ihre „Kontoeinstellungen“ und wählen Sie „Story-Steuerelemente“. Tippen Sie hier auf den Schalter, um die automatische Veröffentlichung auf Facebook zu aktivieren.

3. Experimentieren Sie mit Stories-Anzeigen

Stories-Ad‘s sind eine Ergänzung des Anzeigeninventars von Facebook und ermöglichen es Firmen, bildbasierte Ad’s oder kurze Videoanzeigen in Stories zu teilen. Mit den richtigen Tools ist es sehr einfach, diese Stories-Anzeigen zu nutzen.

Wahrscheinlich werden wir genau hier in diesem Jahr noch einige Innovationen sehen – denn die Facebook Stories wollen auch beworben werden, und sollen früher oder später so viel Geld abwerfen, wie es der originale Newsfeed tat.

Die Schwierigkeit für uns liegt darin, dieses Potential zu erkennen und richtig zu nutzen.

Benötigen Sie Hilfe beim Stories kreieren? Kontaktieren Sie uns.